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Das Geheimnis der Veränderung ist,
dass man sich mit all seiner Energie nicht darauf konzentriert, das Alte zu bekämpfen, sondern darauf, das Neue zu erbauen.
 
Sokrates ( *469 - †399 v. Chr. )  

eBook A K T I O N  :   9.99
  1 Monat lang


   
  Paul Simek 
Marktwirtschaft
neu
denken
eBook   und   werbung  
  Verlag: BoD Shops  

LESEPROBEN:
 
Vorwort   dahin
Teil I  
EIN NEUES PARADIGMA FÜR DIE WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT  
Aufbau und Inhalt von Teil I   dahin
  1: Wie die Theorie der liberalen Ordnung
entwickelt, verraten und verfälscht wurde
dahin
  2: Die Keynessche Nachfragetheorie:
ein überforderter Paradigmenwechsel
dahin
  3: Eine neue analytische Grundlage für
das nachfragetheoretische Paradigma
dahin
  4: Die Eignung der (realen) Nachfragetheorie
zur Erklärung marktwirtschaftlicher Tatsachen
dahin
Teil II  
REGELUNGEN FÜR EINE FUNKTIONIERENDE MARKTORDNUNG  
Aufbau und Inhalt von Teil II   dahin
  5: Die neue Auffassung über die Affekte
als Geburtsort der geregelten Ordnung
dahin
  6: Wie der Mensch nach Smith wirklich ist
und seine Regeln für die Marktwirtschaft
dahin
 
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  Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
  Albert Einstein
  Denn das Ziel für meine Wissenschaft ist, dass nicht Argumente sondern Künste (artes) erfunden werden … nicht wahrscheinliche Gründe, sondern Beschreibungen und Anleitungen für Werke .
  Francis Bacon
  Was wir brauchen, und das ist die Herausforderung sowohl an die Wissenschaft als auch an die Ökonomie, das sind überlebensfähige stabile Ungleichgewichte. Wir haben gelernt, ja in vielen schmerzhaften Fällen lernen müssen, dass die Übertreibung der Spannung, das Über-das-Ziel-Hinausschießen von Ungleichgewichten zu Katastrophen führt. Das ist genau das, was die Natur in einem langwierigen Evolutionsprozess gelernt hat zu vermeiden.
  Josef H. Reichholf
 

7:

Die makroökonomischen Regelungen
für eine funktionierende Marktordnung

 

Als der Kommunismus zusammenbrach, haben die Verfechter des Kapitalismus darin den endgültigen Beweis gesehen, dass nach der Großen Depression (1929) der totgeglaubte Neoliberalismus die einzig richtige ökonomische Wissenschaft ist. Mehr noch. Sie wollten darin den endgültigen Beweis dafür sehen, dass die politische und ökonomische Ordnung des real existierenden Kapitalismus eine naturgegebene ist und die letzte und höchste Stufe der zivilisatorischen Entwicklung. Man begann schon vom „Ende der Geschichte“ (Francis Fukuyama) zu schwadronieren. Schließlich haben die Neoliberalen mit Hilfe des korrupten westlichen Parteiensystems ihre „barbarische Konterrevolution“ (Walt Rostow) erfolgreich durchgeführt und die Gesellschaft „marktkonform“ umgestaltet. Sehr schnell hat sich aber herausgestellt, dass es nicht das Ende der Geschichte war, sondern nur eine Rückkehr des grausamen, unsozialen und kriminellen Kapitalismus des 19. Jahrhunderts. Schließlich unterscheiden sich auch die viel beschworenen „Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“ prinzipiell nicht von denen des 19. und 20. Jahrhunderts.

Indem die heutige „marktwirtschaftliche Ordnung“ nur die altbekannten Tatsachen der kapitalistischen Ordnung hervorbringt, hat sich in den Sozialwissenschaften bzw. in der Wirtschaftswissenschaft dasselbe bestätigt, was man aus den Naturwissenschaften schon lange kennt. Zum einen bestimmt der paradigmatische Rahmen (axiomatische Basis) den Umfang der Probleme, Lösungen und schließlich auch Tatsachen. Einer Theorie kann nun mal keine Lösungen für ungelöste praktische Probleme vorschlagen, wenn diese in ihrem Weltbild nicht vorkommen können. Zum anderen kann eine Theorie bzw. ein Paradigma so lange nicht sterben, bis eine bessere Alternative auftaucht. Erst mit dem neuen Paradigma verschwinden die Anomalien und Paradoxe des vorherigen, die Tatsachen und Probleme werden völlig anders gesehen und auch die Lösungen für sie sind ganz andere. Die reale Nachfragetheorie soll nun diese Alternative für die wissenschaftliche Erforschung und praktische Gestaltung der Marktwirtschaft sein. Die dieser Theorie zugrunde liegende kreislauftheoretische Analyse der freien Marktwirtschaft lässt uns begreifen, dass die freie Marktwirtschaft ein Stabilitätsproblem als sozusagen ihren Konstruktionsfehler hat (Kapitel 3). Wegen der fehlenden Nachfrage bricht sie schließlich periodisch immer wieder zusammen (Kapitel 4) und verharrt manchmal für eine längere Zeit danach auch noch in Rezession oder Stagnation. In diesem und dem nächsten Kapitel soll nun gezeigt werden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um dieses Problem praktisch lösen zu können.

Anhand der vorangegangenen ordnungstheoretischen und kybernetischen Überlegungen (Kapitel 5 und 6) wird der Leser schon ahnen können, dass die hier vorgeschlagenen konkreten Maßnahmen vorzugsweise Regelungen sein werden, und zwar Mengenregelungen. In den Sozialwissenschaften haben sich die ordnungstheoretischen Ansätze mit Regelungen bis heute immer noch nicht hinreichend durchgesetzt, aber das muss nicht für immer so bleiben. Gerade was die Wirtschaftswissenschaft betrifft kann man zuversichtlich sein, dass sich dies ändern wird, vor allem aus dem Grund, der schon dem Begründer der Kybernetik Norbert Wiener auffiel. Gerade die Wirtschaftswissenschaft „ist der Zweig der Soziologie, der sich dadurch auszeichnet, dass er wesentlich bessere quantitative Wertmaße besitzt als die übrige Soziologie“, die als solche für die Mengenregelungen gut geeignet sein müssten. Die kreislauftheoretische Analyse bzw. die aus ihr abgeleitete allgemeine Gleichung des Sparens (Kapitel 3) bestimmt, welche Größen und (quantitativen) Relationen zwischen ihnen für diese Mengenregelungen relevant sein können. Mengenregelungen machen natürlich Verhaltensregeln nicht überflüssig. Sie ergänzen und vervollkommnen sie, damit die Marktwirtschaft überhaupt ausreichend stabil funktionieren kann.

Mit den vorgeschlagenen Regelungen und weiteren Maßnahmen soll gezeigt und nachgewiesen werden, dass der wirtschaftliche Ablauf beeinflussbar ist. Nicht die Natur oder naturgegebene Gesetze, sondern der Mensch selbst ist es, genauer gesagt seine Institutionen und Regierungen, die durch ihr Tun und Lassen die wirtschaftliche Zukunft der Völker bestimmen, sei es zum Guten oder zum Schlechten. In unserer Wahl der Regelungen und der weiteren Maßnahmen wird es aber nicht nur wichtig sein, wie erfolgreich sie die Nachfrage erhalten und für die Stabilität sorgen, sondern auch ihr Beitrag für die Schaffung einer humaneren und gerechteren Gesellschaft. Der materielle Wohlstand ist nämlich nicht alles, das stimmt, es stimmt aber genauso, dass ohne ihn alles nichts ist.

 
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  8: Schuldenfreie Nachfrageschaffung
durch demokratische Geldmarktpolitik
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